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Ganges

Posted by on 26. Dezember 2011

Ganges

(Sanskrit, f., गंगा oder गङ्गा, Gaṅgā) ist der über 2600 km lange zweitgrößte Fluss von Indien und Bangladesch (Südasien). Er durchfließt die große Ebene südlich des Himalaya, die eines der am dichtesten bevölkerten Gebiete der Erde ist. Der Ganges ist der heiligste Fluss der Hindus.

Ganga

gilt Hindus nicht nur als heilig, sondern ist die lebendige Wasserform der Göttin, der Fluss selbst ist ihre Personifizierung. Mehr als alles Andere verkörpert er Reinheit, und dementsprechend dient Gangeswasser in vielen Riten zur materiellen und spirituellen Reinigung. Für jede Puja, den hinduistischen Gottesdienst, ist es als „Weihwasser“ unerlässlich. Gläubige Hindus haben oft einen kleinen Vorrat im Haus, selbst wenn sie vom Fluss weit entfernt leben.

Millionen von Pilgern besuchen das ganze Jahr hindurch unzählige große und kleine Wallfahrtsorte entlang den Ufern; mindestens einmal im Leben möchten viele Gläubige rituell in die heiligen Fluten tauchen. Für die eigene Familie und die Nachbarn nimmt man das kostbare Nass dann in Flaschen mit nach Hause. Viele versprechen sich davon sogar Heilung, indem sie es wie ein Medikament nehmen, und manche Homöopathen nutzen es als Basis für ihre Medizin.

Trotz der extremen Verschmutzung des Flusses ist die Bedeutung als heiliges Gewässer ungebrochen; viele Hindus vertrauen weiter Gangas unendlicher Reinigungskraft. Auch wenn aufgrund der Verschmutzung Skepsis angebracht ist, werden immer wieder sowohl chemische als auch biologische Phänomene angebracht, die den Strom als etwas Besonderes ausweisen sollen: So soll er im Vergleich zu anderen Gewässern über eine dreifache Selbstreinigungskraft verfügen.

Die Verehrung gilt dem Wasser selbst, aber auch anthropomorphe Darstellungen sind bekannt: Die Göttin Ganga wird dann als eine junge Frau dargestellt, deren Begleittier ein krokodilähnliches Seetier (Makara) ist.

Die Bedeutung der Ganga für Hindus ist im folgenden Gebet aus dem Epos Ramayana ersichtlich:

O Mutter Ganga!
Du bist der Halsschmuck auf dem Kleid der Erde.
Du bist es, durch die man den Himmel erreicht.
O Bhagirathi! Ich bitte dich, möge mein Körper vergehen,
nachdem er an Deinen Ufern gelebt und dein reines Wasser getrunken hat;
nachdem ihn Deine Wellen geschaukelt und er Deines Namens gedacht hat.