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Mandala

Posted by on 2. September 2012

Das Wort Mandala (Sanskrit, n., मण्डल, maṇḍala; tib.: དཀྱིལ་འཁོར།, dkyil ‚khor) bedeutet so viel wie Kreis und bezeichnet ein kreisförmiges oder quadratisches symbolisches Gebilde mit einem Zentrum, das ursprünglich im religiösen Kontext verwendet wurde.

In vielen Kulturen, insbesondere im Bereich des Buddhismus und Hinduismus, wurden und werden Mandalas zu religiösen Zwecken benutzt, als Symbol bei Riten und (nach Ansicht von Carl Gustav Jung) als Darstellung eines Archetypus.

Mit dem Buddhismus fand das Mandala als Meditations-Objekt, von Indien und Tibet ausgehend, Verbreitung in ganz Ostasien.

Mandalas im Tibetischen Buddhismus

Im tibetischen Buddhismus Vajrayana zeigen Mandalas die Sicht von oben auf einen sogenannten Mandala-Palast (siehe Kalachakra-Mandala), umgeben von einem sogenannten Reinen Land. In solch einem Palast werden verschiedene Buddhas oder ganze Versammlungen von Buddhas durch den Praktizierenden visualisiert. Mandalas sind im Vajrayana also meist eine zweidimensionale Darstellung eines dreidimensionalen geistigen Objekts. Diese Mandalas werden im Vajrayana dazu benutzt, die dreidimensionale Form optisch-geistig zu projizieren. Dies führt je nach Abstraktionsgrad des Mandalas zu vertiefter geistiger Konzentrationsfähigkeit. Die Ich-Anhaftung, im Buddhismus Ursache allen Leids, wird dabei vermindert, da geistig die Grenze zwischen Körper-Identifikation und Raumerfahrung überschritten wird.

Elementar von Sandmandalas ist dabei das anschließende Wegwischen der in stunden-, manchmal auch wochenlanger Arbeit entstandenen Werke. Das soll die Vergänglichkeit des Lebens und das Ideal von Entbindung der materiellen Welt symbolisieren.

Bedingt durch die zentrale Bedeutung der Vier Edlen Wahrheiten für den Buddhismus gehen fast alle tibetischen Mandalas von dieser Zahl Vier (oder dem Quadrat) aus und bilden dann zum Rand hin Vielfache davon (8, 16 usw.). Es handelt sich dabei um eine Zahlensymbolik mit zum Teil komplexer Bedeutung, siehe auch die achtblättrige Lotusblüte der Abbildung von Garbhadhatu Mandala (Japan).

Im Hinduismus

Im Hinduismus werden Mandalas im Detail in den Tantras und Agamas beschrieben. Zum Beispiel beschreibt die Pancaratra Text, Laskmi Tantra (37. 3-19) ein Mandala von neun Lotusblüten. Diese wird von einer Reihe von Plätzen mit neun Lotusblüten im zentralen Platz besteht, auf denen verschiedene Gottheiten befinden, nämlich Narayana mit Laksmi im zentralen lotus, umgeben von göttlichen Emanationen (vyuthas) und andere Gottheiten auf den Blütenblättern. Weitere Ausstrahlungen von Shaktibasieren auf den anderen Lotusblumen entfernt. So stellt dies ein Modell der Kosmologie, die Quelle der Manifestation von den zentralen Gottheiten aus denen der Kosmos und andere Gottheiten ausgehen symbolisiert.

In der Liturgie (Puja) ist das Mandala der Ort, wo eine Gottheit durch das Mantra  aufgerufen wird. Die Platzierung von Mantras auf dem Mandala (nyasa) gibt Leben, das Mandala wird dann betrachtet, wie das Mantra, also die Gottheit selbst. Ein Mandala ist auch visualisiert (Dhyana) durch den Yogi, dessen Ziel es ist, mit der Gottheit zu verschmelzen. Die Visualisierung erfolgt durch das Mantra, Wiederholung und der Praxis der Mudra, ein Zeichen von Macht begleitet, durch den Körper, vor allem die Hände, für die Kontrolle von Geist, Rede und Körper.