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Upanishaden

Posted by on 15. November 2011

Upanishaden (Sanskrit, f., उपनिषद्, upaniṣad, wörtl. „das Sich-in-der-Nähe-Niedersetzen“; gemeint ist damit: „sich zu Füßen eines Lehrers (Guru) setzen“, aber auch geheime, belehrende Sitzung) sind eine Sammlung philosophischer Schriften des Hinduismus und Bestandteil des Veda.

Es existieren rund 150 Upanishaden, wovon 108 offiziell anerkannt werden. Die Texte wurden sowohl in Prosa als auch in Versform verfasst. Es wird angenommen, dass sie zwischen 700 v. Chr. und 200 v. Chr. entstanden sind.

Einige sehr frühe Upanishaden sind:

  • Brihadaranyaka-Upanishad (700 v. Chr.)
  • Chandogya-Upanishad (650 v. Chr.)
  • Taittirya-Upanishad (vor 550 v. Chr.)

Die Upanishaden beschäftigen sich mit dem Wesen von Brahman, der universellen Weltenseele, von der Atman eine Reflexion in jedem Wesen ist, die innerste Essenz eines jeden Individuums. Brahman – und damit auch Atman – ist unvergänglich, unsterblich, unendlich, ewig, rein, unberührt von äußeren Veränderungen, ohne Anfang, ohne Ende, unbegrenzt durch Zeit, Raum und Kausalität, ist reines Sat-Chit-Ananda (Sac-Cid-Ananda), reines Sein, Existenz an sich (Sat), Bewusstsein, Verstehen (Chit) und Wonne, reines Glück (Ananda).

Charakteristika des Gedankenguts der Upanishaden:

  • Zyklische Existenz des Weltalls und der Menschen
  • Potentielle Erlösungsmöglichkeit des Menschen

Die Upanishaden haben sich textgeschichtlich aus den Brahmanas (Ritualtexten) entwickelt und sind teilweise auch Bestandteil von ihnen. Während die Brahmanas sich hauptsächlich mit Opferritualistik beschäftigen, werden in den Upanishaden Zweifel an diesem System des korrekt und mechanisch ausgeführten Opfers formuliert. Es ist das Bestreben spürbar, hinter die Dinge zu schauen.

Weitere Themen sind die Essenz und der Sinn des Daseins, verschiedene Arten der Meditation und der Gottesverehrung sowie die Eschatologie, die Erlösung und die Lehre von der Wiedergeburt Samsara.

Der deutsche Philosoph Arthur Schopenhauer empfand die Upanishaden als „belohnendeste und erhebendeste Lektüre, die […] auf der Welt möglich ist: sie ist der Trost meines Lebens gewesen und wird der meines Sterbens sein.“

Hier einige Beispiele:

„Das Selbst ist wahrhaftig Brahman, aber aus Unwissenheit identifizieren es die Leute mit dem Verstand, dem Geist, den Sinnen, Leidenschaften und den Elementen Erde, Wasser, Luft, Raum und Feuer. Das ist der Grund, weshalb das Selbst aus diesem und jenem bestehen soll und überhaupt alles zu sein scheint. Wie ein Mensch handelt, so wird er im Leben. Jene, die Gutes tun, werden gut; jene, die Schaden verursachen, werden schlecht. Gute Taten machen einen rein; schlechte Taten machen einen unrein. Darum sagt man, dass wir sind, was unser Begehren ist. Wie unser Begehren ist, so ist unser Wille. Wie unser Wille ist, so sind unsere Handlungen. Wie wir handeln, so werden wir.“

– Brihadaranyaka-Upanishad, IV.4.5

„Die eine Gottheit verbirgt sich in jedem Lebewesen, dennoch durchdringt Er alles und ist das innerste Wesen in Allem. Er vollbringt jede Arbeit und hat seinen Wohnsitz in Allem. Er ist das Zeugnis ablegende Bewusstsein, formlos und unsterblich.“

– Svetasvetar-Upanishad, VI.11

„Wie zwei goldene, in engster Freundschaft auf ein und demselben Baum thronende Vögel wohnen das Ego und das Selbst in demselben Körper. Das Erstere isst die süßen und sauren Früchte vom Baum des Lebens, während das Letztere innerlich losgelöst zusieht.“

– Mundaka-Upanishad, III.1.1

„Brahman, die universale Essenz, ist das Allem innewohnende Selbst. Es ist wahrlich die Wirklichkeit von Leben und Erleuchtung. Wenn der Mensch Brahman erkennt, wird er erleuchtet. Es gibt keinen Weiseren als den, der die innere Göttlichkeit erkannt hat. Er verrichtet alle täglichen Arbeiten als Ausdruck seines göttlichen Selbst und seine Freude ist von Universeller Liebe durchdrungen. Er ist ein echter Kriyavan, der Weiseste unter den weisen Menschen.“

– Mundaka-Upanishad, III.1.4

Quelle: Wiki

Hinweis

Upanishaden (Sanskrit, f., उपनिषद्, upaniṣad, wörtl. „das Sich-in-der-Nähe-Niedersetzen“; gemeint ist damit: „sich zu Füßen eines Lehrers (Guru) setzen“, aber auch geheime, belehrende Sitzung) sind eine Sammlung philosophischer Schriften des Hinduismus und Bestandteil des Veda.

Es existieren rund 150 Upanishaden, wovon 108 offiziell anerkannt werden. Die Texte wurden sowohl in Prosa als auch in Versform verfasst. Es wird angenommen, dass sie zwischen 700 v. Chr. und 200 v. Chr. entstanden sind.

Einige sehr frühe Upanishaden sind:

  • Brihadaranyaka-Upanishad (700 v. Chr.)
  • Chandogya-Upanishad (650 v. Chr.)
  • Taittirya-Upanishad (vor 550 v. Chr.)

Die Upanishaden beschäftigen sich mit dem Wesen von Brahman, der universellen Weltenseele, von der Atman eine Reflexion in jedem Wesen ist, die innerste Essenz eines jeden Individuums. Brahman – und damit auch Atman – ist unvergänglich, unsterblich, unendlich, ewig, rein, unberührt von äußeren Veränderungen, ohne Anfang, ohne Ende, unbegrenzt durch Zeit, Raum und Kausalität, ist reines Sat-Chit-Ananda (Sac-Cid-Ananda), reines Sein, Existenz an sich (Sat), Bewusstsein, Verstehen (Chit) und Wonne, reines Glück (Ananda).

Charakteristika des Gedankenguts der Upanishaden:

  • Zyklische Existenz des Weltalls und der Menschen
  • Potentielle Erlösungsmöglichkeit des Menschen

Die Upanishaden haben sich textgeschichtlich aus den Brahmanas (Ritualtexten) entwickelt und sind teilweise auch Bestandteil von ihnen. Während die Brahmanas sich hauptsächlich mit Opferritualistik beschäftigen, werden in den Upanishaden Zweifel an diesem System des korrekt und mechanisch ausgeführten Opfers formuliert. Es ist das Bestreben spürbar, hinter die Dinge zu schauen.

Weitere Themen sind die Essenz und der Sinn des Daseins, verschiedene Arten der Meditation und der Gottesverehrung sowie die Eschatologie, die Erlösung und die Lehre von der Wiedergeburt Samsara.

Der deutsche Philosoph Arthur Schopenhauer empfand die Upanishaden als „belohnendeste und erhebendeste Lektüre, die […] auf der Welt möglich ist: sie ist der Trost meines Lebens gewesen und wird der meines Sterbens sein.“

Hier einige Beispiele:

„Das Selbst ist wahrhaftig Brahman, aber aus Unwissenheit identifizieren es die Leute mit dem Verstand, dem Geist, den Sinnen, Leidenschaften und den Elementen Erde, Wasser, Luft, Raum und Feuer. Das ist der Grund, weshalb das Selbst aus diesem und jenem bestehen soll und überhaupt alles zu sein scheint. Wie ein Mensch handelt, so wird er im Leben. Jene, die Gutes tun, werden gut; jene, die Schaden verursachen, werden schlecht. Gute Taten machen einen rein; schlechte Taten machen einen unrein. Darum sagt man, dass wir sind, was unser Begehren ist. Wie unser Begehren ist, so ist unser Wille. Wie unser Wille ist, so sind unsere Handlungen. Wie wir handeln, so werden wir.“

– Brihadaranyaka-Upanishad, IV.4.5

„Die eine Gottheit verbirgt sich in jedem Lebewesen, dennoch durchdringt Er alles und ist das innerste Wesen in Allem. Er vollbringt jede Arbeit und hat seinen Wohnsitz in Allem. Er ist das Zeugnis ablegende Bewusstsein, formlos und unsterblich.“

– Svetasvetar-Upanishad, VI.11

„Wie zwei goldene, in engster Freundschaft auf ein und demselben Baum thronende Vögel wohnen das Ego und das Selbst in demselben Körper. Das Erstere isst die süßen und sauren Früchte vom Baum des Lebens, während das Letztere innerlich losgelöst zusieht.“

– Mundaka-Upanishad, III.1.1

„Brahman, die universale Essenz, ist das Allem innewohnende Selbst. Es ist wahrlich die Wirklichkeit von Leben und Erleuchtung. Wenn der Mensch Brahman erkennt, wird er erleuchtet. Es gibt keinen Weiseren als den, der die innere Göttlichkeit erkannt hat. Er verrichtet alle täglichen Arbeiten als Ausdruck seines göttlichen Selbst und seine Freude ist von Universeller Liebe durchdrungen. Er ist ein echter Kriyavan, der Weiseste unter den weisen Menschen.“

– Mundaka-Upanishad, III.1.4

Quelle: Wiki